Wassersparen in Österreich ist Unsinn

Warum (mir) die EU stinkt

Die EU - Vorschriften ruinieren jahrhundertelang bewährte Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungs-Strategien unserer Großstädte.


Die Luft in Berlin stinkt gar nicht weil die Berliner zu dumm wären anständige Abwasserkanäle zu bauen.

Die Berliner sind lediglich Opfer von unsinnigen Wassersparvorgaben der EU.

Kellerüberflutungen Industrielobby Politiklobby

Vor ein paar Jahren, es war 2005, sind wir in Berlin spazierengegangen. Wir haben die Schönheit dieser grünen Stadt mir ihren weiten Straßen genossen. Aber eines hat uns gestört: aus den Kanaldeckeln und Gullyabdeckungen kam ein unverschämter Geruch nach Fäkalien. Zu Haus, in Wien, haben wir so einen Gestank noch nie gespürt.

"Was ist los mit den Berlinern?" - haben wir uns damals gedacht. Berlin ist ja auch nicht erst seit gestern eine Großstadt. Die sollten doch imstande sein Abwassersysteme zu bauen, wie wir in Wien, die ohne Geruchsbelästigung die Fäkalien aus der Stadt hinausbefördern. Jahrelang danach haben wir unsere Beobachtungen immer wieder gesprächshalber weitergegeben und besprochen, aber niemand konnte sich erklären, wieso es in Berlin oft so stinkt. Ein Artikel aus dem Spiegel hat uns dieses Rätsel endlich aufgeklärt. Die Berliner sind gar nicht zu dumm Abwasserkanäle zu bauen. Die befehlsgewohnten deutschen Bürger erfüllen gehorsam unsinnige Wassersparvorgaben, die die EU und ein grüninspirierter Zeitgeist ihnen vorgibt, und handeln sich damit jede Menge Schwierigkeiten ein, die vollkommen unnötig sind. Spiegelartikel Seite 1

Spiegel - SEITE 1

Wer den ewigen Kreislauf des Wassers auf unserer schönen Erde nicht verstanden hat, der könnte freilich auf die ausgegebene Parole "Spart Wasser!" hereinfallen. Dabei haben wir schon in der Volksschule gelernt, daß die Sonne mit ihren Strahlen das Meer aufwärmt, daß dort durch Verdunstung die Wolken entstehen die mit dem Wind über die Kontinente verteilt werden, und die das Wasser bei uns in den Bergen als Regen abladen. Die dadurch entstehenden Wasserströme fließen als Bäche, Flüsse und Grundwasserströme an unseren Städten vorbei Richtung Meer und der ganze Prozeß beginnt von neuem - seit Jahrmillionen und ganz ohne unser Wollen oder Zutun. Ob wir von den bei uns vorbeifließenden Wassermassen 10, 20 oder 30 Prozent verwenden um unsere Toiletten zu spülen oder Wäsche zu waschen, das spielt global betrachtet keinerlei Rolle, denn am Ende landet das Wasser wieder im Meer. Spiegelartikel Seite 1

Spiegel - SEITE 2

Grundwasseranstieg

Kellerüberflutungen

Was aber geschieht teilweise mit dem Wasser das wir alle heute nicht mehr verbrauchen, weil uns die unseligen Wassersparrichtlinien das Leben sauer - also eigentlich: trocken - machen?? Wir müssen gelegentlich zwei mal spülen, bis in der Toilette alles wieder klar ist. Wir können uns nicht mehr so wie früher richtig genußvoll brausen, weil aus dem Duschkopf im Badezimmer ein kümmerlicher, schwacher Wasserstrahl kommt, so wie aus manchen Campingduschen oder auf Hausbooten. Denn natürlich sind auch im neuen Brausekopf die neuen Wassersparideen eingebaut, in Form von diversen Drosselventilen. Weil sich aber Wasser bei uns nicht einfach in Luft auflöst und auch nicht alles ungebrauchte Wasser in Form von Grundwasserströmen problemlos bei uns vorbeifließt, haben viele Menschen bei uns Probleme die bei uns bisher unbekannt waren und die sich bisher auch niemand vorstellen konnte. Lesen Sie dazu bitte den links abgebildeten Artikel über die Kellerüberflutungen.

 

Es stellt sich also die Frage: "Wer hat Interesse daran uns mit unnötigen Wassersparvorschriften zu traktieren? - Da muß doch irgendetwas dahinterstecken?"

Ich kann zwei Interessensgruppen ausmachen, die uns einreden wollen, daß Wassersparen - ein "verantwortungsvoller Umgang mit dieser wertvollen Ressource" - für verantwortungsvolle Menschen ganz wichtig sei: eine Industrielobby und eine Politiklobby.

Die Industrielobby besteht aus jenen international agierenden Sanitärproduktekonzernen, die ihre minderwertigen und billig produzierten Kunststoffsanitärartikel einfach Europaweit im ganzen EU-Raum verkaufen wollen, ohne durch Anpassung an lokale Gegebenheiten daran irgendwelche Änderungen vornehmen zu müssen, die Mehrkosten in der Produktion und bei der Auslieferungslogistik verursachen. Die Vorgehensweise ist dabei immer die gleiche: die kleineren Konkurrenzfirmen der großen Konzerne werden kaputtgemacht oder aufgekauft und der übrigbleibende "globale" Konzern läßt irgendwo (in China?) einen Typ von Toilettenspülkasten produzieren, der für alle europäischen Länder reichen muß. Weil die in den heißen südlichen Ländern aber tatsächlich mit dem Wasser sparsam umgehen müssen, wird für den Spülgang eine minimale Wassermenge vorgeschrieben die nicht ausreicht die Fäkalien zuverlässig in den nächsten Hauptkanal zu spülen. Und im Hauptkanal bleibt die ganze Kacke dann wieder stehen und beginnt zu stinken, weil zu wenig Wasser da ist um all den Schmutz abzutransportieren - wie das seit Jahrhunderten bei uns zuverlässig funktioniert hat. Die Mechanismen, die ich in meinem Artikel über die "Postdemokratische Industriediktatur" beschrieben habe, die werden auch hier wirksam. - Die "Heilige Kuh" der Aktionärsgewinne darf unter keinen Umständen behindert werden. Dafür sollen ruhig die Konsumenten und Kommunen in den geschädigten Ländern die Folgen des ganzen Schwachsinns tragen. Und fördert man nicht damit sogar die Wirtschaft? - Wenn die Fäkalien nicht mehr wir früher ganz einfach vom Wasser aus den Kanalröhren weggespült werden, dann müssen ja neuen Firmen gegründet werden, die die Reinigung der Kanäle durchführt und mit den notwendigen Chemikalien das Abwassersystem desinfiziert und für guten Geruch sorgt. - Alles im Interesse der Industrie!

Die Politiklobby hat anderes im Sinn: wenn den Leuten immer wieder eingehämmert wird, wie wertvoll doch unsere Ressource Wasser ist, dann kann man natürlich dem Volk relativ einfach die Erhöhung der Gebühren für das Wasser verkaufen, die einen wohltuenden Geldregen in die Kassen der verschuldeten Gemeinden spülen. Die Politik ist ja seit Jahren sehr stark damit beschäftigt immer neuen Wege zu finden noch mehr Geld aus uns Bürgern herauszupressen und gleichzeitig die Leistungen, die wir dafür erhalten immer mehr einzuschränken. Reihenweise wurden Postämter geschlossen, mit für jedermann spürbaren Verschlechterungen der Versorgung: heute muß man sich tatsächlich schon per Telefonat vergewissern, ob ein Paket auch tatsächlich angekommen ist. Doch die Preise für das jetzige schlechte und unzuverlässige Service hat man massiv erhöht. - Gerade nach der Nationalratwahl 2013 wurde auch wieder von der hohen Politik bestätigt, daß neuerlich 100 Polizeistationen in Österreich geschlossen werden. Dabei werden die Haus und Wohnungseinbrüche immer mehr - fast jeder hat schon einen Bekannten, der von so einem Einbruch betroffen wurde. Doch das Schließen der Polizeistationen wird uns frecherweise von der Politik als Verbesserung verkauft: dadurch kämen ja mehr Beamte auf die Straße, die jetzt unnötigerweise in den Polizeistationen herumsäßen. Leider sieht man diese Beamten dann aber nicht auf der Straße! Bei allen den in den letzten Jahren geschlossenen Polizeistationen müßte man ja bald an jeder Ecke einen Polizisten stehen haben! - Eine weitere Sicherheitsleistung unseres Staates, das Bundesheer, wird auch vor unseren Augen demontiert. Reihenweise werden Kasernen geschlossen und beim Material wird so gespart, daß Routineautofahrten im Dienstbetrieb gestrichen werden, damit nicht zu viel Treibstoff verbraucht wird. In den Augen unserer Politiker ist es vollkommen ausreichend wenn man das Bundesheer medienwirksam als eine Art Hilfsfeuerwehrtruppe im Fall von Hochwasser und Vermurungen einsetzten kann. Gnade uns Gott, wenn wir aus irgendeinem Grund wieder einmal das Bundesheer für eine Sicherheitsaufgabe benötigen sollten. Ich bin gespannt wie es dann mit der Einsatzfähigkeit der Truppe aussieht. - Die Leistungen des Staates, die wir für unsere bezahlten Steuergelder erhalten, die werden immer mehr reduziert - und gleichzeitig sucht man immer neue Einnahmequellen. Für wie blöd halten uns die Politiker eigentlich? Na, sie wissen ja aus Erfahrung, daß man mit uns alles machen kann.

EU-Stop Böse Zungen behaupten ja, daß oft Politiker nach Brüssel in die EU "hinaufgelobt" werden, die man zu Hause nicht mehr brauchen kann. Es wäre tatsächlich tragisch, wenn nur eine zweitklassige Politikergarnitur die wichtige Aufgabe der Schaffung eines friedlichen und lebenswerten Europas wahrnähme.

Angesichts derartiger katastrophaler Fehlleistungen, wie sie hier bei der Planung und Lenkung des Wasserverbrauchs in den so grundverschiedenen Staaten der Europäischen Gemeinschaft offenbar vollbracht werden, gewinnt diese Ansicht leider doch an Gewicht. Wir alle hier in Deutschland, Österreich und ähnlich gelegenen Staaten haben mehr oder weniger unter den Folgen dieser Fehlentwicklung zu leiden. All die Kosten und Probleme und die verminderte Lebensqualität in Folge dieser Maßnahmen tragen ganz eindeutig zur Unzufriedenheit weiter Bevölkerungskreise mit der EU bei. Hier gehört das Steuer dringend herumgerissen, um weiteren Schaden von uns und unserer Wasserversorgung und unserer Abwasserentsorgung abzuwenden. Unsere nationalen Regierungen hätten dringenden Handlungsbedarf wirksam gegen diesen Unsinn aufzutreten und uns vor weiterem Schaden zu bewahren.

 

"Wassersparen tun nur Narren"

( . . . in Österreich )

Unterschrift

Dr.Beinl

Seitenstetten im August 2014

 

PS:

Die Alternativen und Grünen tragen auch ihr Schärflein zu der Ausbeutungspolitik der Konzerne und Politikerlobby bei. "Nützliche Idioten" hat man in den 1970er Jahren die meist jungen, idealistischen Leute genannt, die damals für alles und jedes auf die Straße demonstrieren gingen, was die alternative, linke Zeitgeistszene als Losung ausgegeben hat. Antivietnamdemonstrationen waren damals ein fast wöchentliches Event, aber damit es nicht zu fad wird, haben die damals auch immer wieder gegen Kapitalismus, Imperialismus und für Menschenrechte in diversen südlichen Ländern demonstriert. In Wien die Ringstraße zu blockieren und in der Abendsonne einen gemütlichen Demonstrations-Spaziergang zu machen, das hat damals nicht mehr Zivilcourage erfordert als die Sonntagsmesse zu besuchen. Heute sitzen die ehemaligen Aktivisten in gutbezahlten Jobs der Politik und im ORF. Und im Rahmen von Heurigenbesuchen erinnern sie sich gerne an ihre heroischen Zeiten, als sie noch der brutalen Polizeigewalt in Wien die Stirne geboten haben.